Die Jury

Die Jury wählt aus den, von der Vorjury vorgelegten Einreichungen die Finalistenfilme, die um den Günter Rohrbach Filmpreis konkurrieren. Die Jury besteht aus unabhängigen Sachverständigen, die von der Kreisstadt Neunkirchen bestimmt werden.

Die Jury besteht aktuell aus:

Ulrich Matthes
Ulrich MatthesJuryvorsitz

Ulrich Matthes, Juryvorsitz 2020

Ulrich Matthes hat in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, beeindruckte auf der Kinoleinwand in Filmen wie DER NEUNTE TAG (Regie Volker Schlöndorff), DER UNTERGANG (Regie Oliver Hirschbiegel), NOVEMBERKIND (Regie Christian Schwochow) und EIN VERBORGENES LEBEN (Regie Terrence Malick). Ulrich Matthes ist seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Der vielfach preisgekrönte Schauspieler wurde 2012 bereits in den Vorstand der Deutschen Filmakademie gewählt und trat im Februar 2019 die Nachfolge von Iris Berben als deren Präsident an.

Uli Aselmann, Jurymitglied seit 2012

Der gebürtige Hamburger Uli Aselmann gründete 1997 die film gmbh in München, sowie in den folgenden Jahren die Tochterfirmen a.pictures film & tv.production gmbh in Hamburg, die film gmbh WEST in Köln und die film gmbh BERLIN. Aselmann ist geschäftsführender Gesellschafter und Produzent dieser Firmen. Die Unternehmen haben weit über 100 TV- und Kinoproduktionen realisiert, von denen viele für internationale und nationale Preise nominiert und in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. (Mehr Info: www.diefilmgmbh.de)


Uli Aselmann ist Kinosektionsvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen, seit Februar 2009 Präsidiumsmitglied der Filmförderungsanstalt (FFA) und Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Uli Aselmann
Uli AselmannJurymitglied
Andrea Etspüler
Andrea EtspülerJurymitglied

Andrea Etspüler, Jurymitglied seit 2012

Die Leiterin der Programmgruppe „Unterhaltung und Fernsehspiel“ des Saarländischen Rundfunks wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Politischen Wissenschaften und Kommunikationswissenschaften in Stuttgart hat sie 1987 beim Süddeutschen Rundfunk als freie Mitarbeiterin in der journalistischen Unterhaltung Fernsehen ihren beruflichen Einstieg gefunden.

Beim Saarländischen Rundfunk hat sie 1993 als Unterhaltungsredakteurin in Saarbrücken begonnen, wo sie 2005 dann die Leitung der Programmgruppe „Unterhalten und Fernsehspiel“ übernommen hat.

Jürgen Fried, Jurymitglied seit 2011

Der ehemalige Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen und Vorsitzende der Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung ist 1953 in Neunkirchen geboren und machte sein Abitur am Gymnasium am Krebsberg. Nach dem Wehrdienst folgte das Jura-Studium in Saarbrücken. Als angestellter Rechtsanwalt und späterer Sozius wirkte er in der Kanzlei Thommes & Böhmert, bis er 2000 zum Bürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen berufen wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister 2009 inne.

Aber auch im Filmbereich hat Jürgen Fried selbst Erfahrungen gesammelt. In den 90er Jahren war er gemeinsam mit dem Neunkircher Filmschaffenden Günther Ruschel Gründer und Mitinhaber der Filmproduktionsgesellschaft Ruschel und Fried. In dieser Phase entstand u.a. der Kurzfilm „Totenglocken im Walzertakt“ (Max-Ophüls-Festival).
Jürgen Fried
Jürgen FriedJurymitglied
Thomas Reinhardt, Jurymitglied
Thomas Reinhardt, JurymitgliedJurymitglied

Thomas Reinhardt, Jurymitglied seit 2011

Der Redakteur, Buchautor und Fotograf hat sich seit nunmehr 25 Jahren dem Kino verschrieben. Als langjähriger, erfahrener Kinoredakteur bei der Saarbrücker Zeitung qualifizierte er sich im Saarland für die Jury des Günter Rohrbach Filmpreises.

Mehrere Jahre saß Thomas Reinhardt auch im Auswahlausschuss für den Saarbrücker Max-Ophüls-Preis. Als Autor hat er unter anderem Bücher wie „20 Jahre Max Ophüls Preis“ und „Das Saarland kocht“ veröffentlicht. In Neunkirchen und Umgebung gab es schon einige Ausstellungen seiner Fotografien.

Ulrich Höcherl, Jurymitglied seit 2018

Ulrich Höcherl (geb. 1957) ist Herausgeber und Chefredakteur des wöchentlich erscheinenden Branchenmagazins „Blickpunkt:Film“ und seiner weiteren Publikationen sowie des Onlineportals blickpunktfilm.de. Er ist zusätzlich Managing Director der Blickpunkt:Film GmbH, die zur Busch Group gehört.

Seit über 25 Jahren verantwortet der Volljurist als Chefredakteur Fachpublikationen im Entertainmentbereich, einige davon hat er konzipiert und in den Markt eingeführt. Zuerst als leitender Chefredakteur des Entertainment Media Verlages, ab 2007 von G+J Entertainment Media, sowie ab Mitte 2014 der Busch Entertainment Media GmbH in München leitete er Fach- und Publikumszeitschriften sowie ihre Onlineportale im Kino-/Film-, Video-, Musik- und Gamesbereich.
Ulrich Höcherl, Jurymitglied
Ulrich Höcherl, JurymitgliedJurymitglied
Franziska Weisz
Franziska WeiszJurymitglied

Franziska Weisz, Jurymitglied seit 2020

Die österreichische Filmschauspielerin Franziska Weisz hat durch zahlreiche Rollen in Kino- und Fernsehfilmen Bekanntheit im In-und Ausland erlangt. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen „HUNDSTAGE“ (2001) von Ulrich Seidl, „DIE KLAVIERSPIELERIN“ (2001) von Michael Haneke, „HOTEL“ (2004) von Jessica Hausner, „DAS VATERSPIEL“ (2009) von Michael Glawogger und „KREUZWEG“ (2014) von Dietrich Brüggemann. Die Schauspielerin wuchs bei Wien auf. Nach der Erlangung ihrer Matura begann sie, an der Universität Wien Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Nach einem weiteren Studium in England konzentriert Franziska Weisz sich heute vor allem auf ihre Schauspielkarriere. Viele der Spielfilme, in denen sie mitgewirkt hat, liefen im Berlinale-Wettbewerb. 2015 übernahm sie in der Rolle als Tatort-Kommissarin die Nachfolge von Petra Schmidt-Schaller an der Seite von Wotan Wilke Möhring.

In der Vergangenheit gehörten der Jury zudem folgende Jury-Mitglieder an:

Margarethe von Trotta, (Juryvorsitz 2019)
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Margarethe von Trotta wurde in Berlin geboren. In den 1960er Jahren zog sie nach Paris, wo sie zum ersten Mal mit der Filmszene in Berührung kam. Zurück in Deutschland besuchte von Trotta parallel zu ihrem Germanistik- und Romanistikstudium eine Schauspielschule, für die sie schon bald die Universität verließ. Sie erhielt mehrere Theaterengagements und spielte ab 1967 auch in Film und Fernsehen.

Mit bekannten deutschen Regisseuren wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder und Herbert Achternbusch wurde Margarethe von Trotta alsbald eine der bekanntesten Schauspielerinnen des Neuen Deutschen Films. Bei einigen von Schlöndorffs Filmen, wie „Der Fangschuss“ (1976), glänzte von Trotta nicht nur als Darstellerin, sondern war auch als Co-Autorin tätig. Bei der Romanadaption von Heinrich Bölls „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) führte sie gemeinsam mit Schlöndorff Regie.

1977 inszenierte von Trotta ihren ersten eigenen Film „Das zweite Erwachen der Christa Klages“. In den Folgejahren drehte sie erfolgreiche Kinoproduktionen, wie „Die bleierne Zeit“ (1981), „Rosa Luxemburg“ (1986), „Das Versprechen“ (1995), „Rosenstraße“ (2003) und „Hannah Arendt“ (2012), die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

Ihre Filme zeigen oftmals starke Protagonistinnen und stehen meist vor einem wichtigen politischen Hintergrund. Bedeutende Motive ihrer Arbeit sind beispielsweise die Wirkung des Politischen auf das Persönliche und umgekehrt. Ihr erster Dokumentarfilm „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“ feierte 2018 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes Premiere. Margarethe von Trotta zählt zu den erfolgreichsten und prominentesten deutschen Regisseurinnen.